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Alaska
Aha
HHH
Ben
Frei
Fandango
Notausgang 2009
Sonntag
Kreise
So nah - So fern
Aufm Land

Alle Texte: Herwig Mitteregger
©  ℗  Manoscrito Musikverlag


Alaska

Den ganzen Tag am Fluss mit den Moskitos
die grüne Hölle vis-a-vis
Beulen überall und weiß nicht
ob ich diese Nacht übersteh’
den ganzen Tag am Fluss mit all den Anderen
die schon hier warn als wir ankamen
und hoch am Himmel dieser Leuchtkram
knallt und scheppert wie’n Orkan
es ist aus -  ich bin gefangen in der Sozialisation
es ist aus ich bin verloren
Komm, lies mir aus der Bibel vor

Den ganzen Tag am Fluss mit den Moskitos
deine Augen tränen schon
die Wimperntusche fließt wie nix Gutes
gleich schreist Du Revolution
Ich wär jetzt lieber in Alaska
oder im Harz auf nem Zeltplatz ohne Strom
ich wär lieber in Alaska
die Tauben die hier fliegen sind schwarz

Alle haben hier die gleichen Tickets
alle das Selbe gebucht
die Band ist lausig und das Bier hier
hat einen üblen Geruch
du kannst jetzt wieder deutsch reden, baby
wir haben das Schlimmste hinter uns
schau meine Ketten, ich hab lebenslänglich
und ich mag deine geile Frisur
Ich wär jetzt lieber in Alaska
oder im Harz auf nem Zeltplatz ohne Strom
ich wär lieber in Alaska
ich geh nur noch mal ins Wasser und das wars


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Aha
lIch weiß wie’s aussieht wenn alles stillsteht
und die Maschine kriecht
wenn alles was um Dich herum ist
sich still und leis weg gebeamt
wenn superschlaue Leute kommen
sich präsentieren im Licht
wenn Du immer alles sein willst
bist Du am Ende nichts
– aha –

Susi hat’n neuen Freund
den holt sie immer ab
meistens mitten in der Nacht
wenn der Mond sein Licht an hat
dann fahrn sie raus zu einem See
schwimmen langsam los
nur 2 Grad, sie tauchen ab
sehn ob der See’n Grund hat
– aha –

Mir wär lieber ich würd nicht sehn
wohin die Strasse geht
mir wär lieber ich könnt hier stehenbleiben
wär mir lieber ich würd nicht wissen
was hier noch abgeht
erklärs mir nicht ich wills lieber nicht verstehn

Sitz am Ufer schau den Fisch
schau ihn stundenlang
spann den Bogen schau nach oben
und fall in den Sand
radikalere Metapher schieben sich ins Bild
reiten wilde Scheinattacken auf ein ruheloses Kind
– aha –


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HHH                                 

      
Bist verliebt in eine Achterbahn
getarnt als supersüßes Ding
sie hat die Power von nem Schwarzen Loch
zieht Dich unweigerlich an
pass auf

Glaub ihr nicht was sie so zu Dir spricht
der Funkenregen ist ein Schmarrn
sie grinst wie Elvis lacht wie Marylin
auf sowas fällst Du immer rein pass auf!

Sie sagt sie braucht ein Handy ne Homepage
und ’n Hit im Radio
sie sagt Dir schöne Sachen in Dein Ohr
uh das macht dich froh!
Oh sexy Lady!

Sie kommt nach vorne und sie macht Dich klar
gibt Dir was Du haben musst
sie weiß es selbst sie wär sogar noch cool
mit nix an außer einem Hut
wunder’ Dich nicht wenn sie Dir Dein Herz bricht
was Du für große Liebe hältst ist für sie bloß ein Derivatgeschäft
sie denkt an jeden Ort der Welt
Sie sagt sie braucht ein Handy ’ne Homepage
und ’n   Hit im Radio
sie will mit Dir zum Dalai Lama bloß mal eben so 

Versuch an nix zu denken versuch nix zu verstehn
stell Dich auf den Tisch während du bis tausend zählst
hör auf Deine Stimme schür Dein Feuer im Kamin
lass es nicht abbrennen lass es nicht ausgehn

Jetzt ist sie weg weil es ja weitergeht
der Funkenregen war ein Schmarrn
dein Herz bricht weil Dir Dein Herz bricht
und sie ist weg aus Deiner Welt 

Sie hat ein Handy ‘ne Homepage
und ‘n Hit im Radio
sie ist auf der Suche nach Godot immer irgendwo
und sie lässt Dich noch schön grüssen
Bussi links Bussi rechts sowieso


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Ben
                                                                              

War mal ein Junge Name war Ben der fuhr ein Motorrad unglaublich schnell
traf ein Mädchen hell wie Licht Papis Schatz ein hübsches Gesicht 
er nahm sie mit an einem Freitag rein in die Stadt
zeigte ihr dass sie zu Hause im Gefängnis saß 
sie gingen zusammen fast ein viertel Jahr bis er sie fragte und sie sagte ja
Glocken klangen Ding Dang Dong schneeweißes Cabriolet sie fuhr n davon 
ging alles schnell sie wurde schwanger dann gleich noch mal
2 süße Kinder und ein Haus wenn das nicht der Himmel war 
und die Sonne über Westberlin blieb stehn und wollte an dem Tag
nie wieder untergehn

Er gab sich Mühe manchmal zuviel sagte wenn er high war Mama zu ihr 
Jahre gingen Feuer auch - er fand den Weg jetzt oft nicht mehr nach Haus 
sie ließ ihn holen an einem Freitag raus aus der Bar
und sagte ihm dass  dieses Leben ein Gefängnis war 
und der Himmel über Westberlin blieb stehn
und die Sonne an dem Tag wollte nie mehr untergehn 
war mal ein Junge Name war Ben der fuhr ein Motorrad unglaublich schnell
Glocken klangen Ding Dang Dong sie lud die Kinder ein und fuhr davon


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Frei
  © Edition Spliff/EMI Music Pub

Ich bin frei ich kann machen was ich will
ich bin frei kann tun und lassen was ich will
hab hier nix mehr zu entscheiden
Garantie ist um
hab hier garnix mehr zu tun 

Ich hab  Zeit ich hab Zeit mich auszuruhn
ich hab jetzt Zeit hab jetzt Zeit mich auszuruhn
könnt die Zeit in Scheiben schneiden
und meistbietend versteigern
oder an die Herrn im Vorstandvorsitz verleihn 

Ich geh los geh jetzt los und hol mir’n Schein
ich geh los ich geh los und hol mir’n Schein
auf der Strasse stehn sie Schlange
einer drückt auf  den Alarm
hab bloß ein Sixpack unterm Arm 
ich muss gehn hab’n Termin mit der Marie
ich muss jetzt gehn hab’n Termin mit der Marie
sie lässt mich nicht in Ruhe und ich werd bloß müd davon hab
vergessen wo sie wohnt 
Ich bin frei
Ich bin frei


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Fandango



Ist wie bei den Tieren - bin nur noch Instinkt
Tanz auf Barrikaden - Hirn nicht mehr verlinkt
Blut in der Arena - schau nicht zu lange hin
schau lieber auf die Kräne die am Hafen stehen 

Alles hier ist anders - lächel wie ein Kind
würdest nie weggehn - wüsstest nicht wohin
keine feste Strasse auf der wir grade gehn
schau lieber auf die Kräne die am Hafen stehn
Fandango  Sous le soleil

 Regnet Blut vom Himmel - regnet Pech und Teer
rennen wie von Sinnen - es kommt hinter uns her
schau nicht auf die Kräne - lies es aus der Hand
tanz auf grauer Asche solang wie Du kannst

Fandango


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Notausgang 2009                                            


Über dem Notausgang brennt das kleine Licht
alle starren gebannt ins All
wo sich kleinere Planeten auf die Füße treten
oh Mann
Licht ist aus wir sitzen fest
komm gib mir Deine Hand
gib mir Deine Hand dann wird uns warm
es ist heiß und kalt
Liebling Dein Gesicht ist jung und alt

Flieg mit mir weit weg
Flieg mit mir 

Einer klaut ein Auto warum macht der das?
hat der zuviel Mut? Das macht ihm Spaß!
das Auto fährt die Strasse immer höher rauf
du hältst mir das Feuer hin Du lachst und siehst gut aus
auf der anderen Seite in der neuen Welt
warten rote Zombies auf ihr Geld
Flieg mit mir weit weg
Flieg mit mir

Abdruck mit freundlicher Genehmigung von Edition Spliff//EMI Music Pub


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Sonntag




Früh am Morgen es ist Sonntag
wer tut mir das wieder an
es ist Sonntag und die Welt bleibt grade stehn 
Stadt ist schlapp – hängt in den Seilen wie ein Boxer vorm ko
es ist Sonntag und kein Regenwurm wird froh 
wenn alle nix tun muss ich aufstehn 
seh die Primaballerina gegenüber im Balkon
es ist Sonntag und es riecht nach Orchideen
oh wenn alle nix tun muss ich losgehn
ich wink ihr Hallo sie schaut wer weiß wohin

Die gepflegte Langeweile schaut aus jedem Haus heraus
es ist Sonntag keiner hat hier was zu tun
jeder schläft oder will sich ausruhn 
weiß der Himmel was hier los ist
der Kirchturm wandert um mich rum
es ist Sonntag es kommt die Erinnerung  
wenn alle nix tun muss ich aufstehn
wenn alle stillstehn muss ich losgehn


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Kreise
                                              

Du kannst es glauben es ist wahr
er hat sein Bett verkauft  und dann
ist er nach Norden in die Stadt
wo kein Mensch auf ihn gewartet hat
kannst ihn reden hören 
er hat den Bogen fest gespannt 

er glaubt die Chancen stehen gut
daß er es schafft mit ein bisschen Mut
hat sein Bewusstsein aufgemacht
und sich ein Laptop angeschafft
er weiß was er kann 

Da wo die Siegessäule steht
hat er mal Kreise gedreht
Kreise gedreht
er kennt sich aus in dieser Stadt
die hat ihm schon mal Glück gebracht
Glück gebracht 
und alles sieht noch immer aus jeder Baum
und jedes Haus
wie er’s damals gesehen hat
und es wird Zeit
die Zeit wird knapp
kannst ihn reden hören
er hat so lange überlegt

er sieht im Traum wie er das macht
als Supervizer mit seinem Stab
dem er die Kante gibt und wie
und vice versa irgendwie 
er fährt herum in dieser Stadt
die hat ihm schon mal Glück gebracht
Glück gebracht
da wo die Siegessäule ragt

fährt er Kreise ins Quadrat


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So nah - So fern                                                                                                      

Abgehauen von zu Hause
auf der Strasse irgendwo
hatten alles was wir hatten in einem Pappkarton 
wir standen lachend vor ner Disco
wo die Anderen waren
wir dachten wir retten diese Erde
wenig war uns klar 
ich sehs als ob es heute wär
Klampfe mit Gesang
ein jeder seinen Sternenblick
wir kamen nicht voran 
du warst pure Melancholie
so nah so fern
wir lagen nebeneinander auf dem Boden
ich hatte Dich sehr sehr gern 
Oh Ja! 

Höhenflug auf dem wir waren
Megalomanie
keine Zeit für die von gestern
Beat vom Tambourin 
war so sehr in dich verliebt
das tat schon weh
dann hat ein böser Zauber uns den Weg verweht 
alles was dann danach kam
war nur hinterher
und als ich schon nicht mehr dran glaubte
sagtest Du: Komm her! 
Oh Ja!

ich seh wie Du nachdenkst
hör wie Du lachst
ich ahne Deinen Kummer
und was er aus Dir macht  
ich fühle Deine Sehnsucht
hab sie selbst in mir
wenn Du mich irgendwann suchen musst
findest Du mich hier 
wir waren uns selber immer einen Schritt voraus

weil die Zukunft auf uns wartet da vorne geradeaus


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Aufm Land


warten auf den Winter warten bis es schneit
sehn wie die Eiszapfen sich an der Regenrinne reihen 
Tage werden dunkel – Tag geht schnell vorbei
und hinter einem Hügel schiebt sich der Mond herein
wir wohn’ aufm Land

draußen die sechs Katzen und der graue Hund
können sich nicht leiden – geht schon wieder rund
und jeden Tag die Lärche oben aus dem Tal
singt so schön die Lärche
und Du sagst: das ist ’ne Nachtigal 
wir wohnen aufm Land 

und unsere 7 Kinder haben wir rausgesperrt
weil, wenn wir Liebe machen
willst Du dass es keiner hört 
hier aufm Land 

wenn es dann mal regnet regnets ziemlich lang
dann renn’ wir auf die Wiese – spielen Wasserball
wir schaun endlos nach oben
wie sich die Sterne drehn
und danken Herrn Kopernikus
dass wir wissen wer sich hier um wen dreht
wir  wohnen aufm Land


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Alle Texte: Herwig Mitteregger
©  ℗  Manoscrito Musikverlag www.manoscrito-musikverlag.de

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

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